Fürs Wandern ist man nie zu alt
Das Herz mit Weißdorn stärken(djd/pt). "Wandern ist eine Tätigkeit der Beine - und ein Zustand der Seele." Der Schriftsteller Josef Hofmiller hat die Fortbewegung auf Schusters Rappen als unvergleichliche Möglichkeit erkannt, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Der moderne Mensch weiß dies zu nutzen - längst ist daraus eine Trendsportart geworden. Fernab vom Alltag, auf grünen Wiesen und unter rauschenden Tannen, finden gestresste Zeitgenossen zu ihrer inneren Ruhe zurück.Wenn dem Wanderer jedoch mit zunehmendem Alter die Puste ausgeht, dann kann das laut Professor Dr. Klaus Bös von der TU Karlsruhe auch von der Funktion des Herz-Kreislauf-Systems abhängig sein. Wird das Herz schwächer, leidet besonders die Ausdauer. Man fühlt sich schneller müde, abgespannt, erschöpft. Das Herz selbst spielt hier also eine zentrale Rolle. Durch anerkannte, pflanzliche Arzneimittel kann man gezielt seine Herzkraft unterstützen. Professorin Vera Regitz-Zagrosek von der Berliner Charité rät beispielsweise zu einem bewährten Herzstärker aus der Natur: Weißdorn (lateinisch: Crataegus). Zum einen kann ein aus Weißdornblättern mit Blüten gewonnener Extrakt das Herz stärken, zum anderen die Erweiterungsfähigkeit der Gefäße in der Peripherie verbessern. | Wandern ist ein echter Jungbrunnen - wenn das Herz mitspielt. Foto: djd/Dr. Willmar Schwabe |
Mit Wanderapotheke gesund unterwegs
Besonders bei mehrtägigen Touren auf passende Ausrüstung achten
(djd/pt). "Wandern gehört zu den besonders schonenden Ausdauersportarten und ist daher für die meisten Menschen ideal", rät Dr. Hans-Werner Hein, Arzt für Allgemeinmedizin. Damit der Ausflug zu Fuß wirklich zur Erholung wird, sollte neben der passenden Kleidung, Wasser, Proviant und dem Mobiltelefon für Notfälle auch eine Wanderapotheke in den Rucksack. |
Wandern ist besonders sicher mit einem Wanderführer an der Seite
Foto: Jürgen Vetter
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Wanderartikel
Buchtipps:
Das gehört in die Wanderapotheke:Auch wenn beim Wandern gilt, Gewicht zu sparen, sollte eine Reiseapotheke Bestandteil des Gepäcks sein. Ihr Inhalt hängt von Art und Dauer der Wanderung sowie dem Reiseland ab. Die Mindestausstattung beinhaltet Verband, Pflaster, Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel und Heilsalbe, Blasenpflaster, Schmerzmittel, Magen- und Durchfallpräparat, Sonnenschutz, Zeckenzange sowie individuell benötigte Medikamente. „Als Schmerzmittel sinnvoll ist Acetylsalicylsäure, da sie gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen hilft und so gleich mehrere Beschwerden lindern kann“, empfiehlt Hein. Besonders praktisch unterwegs ist Aspirin Effect. Es kann unkompliziert ohne Wasser eingenommen werden und entfaltet dank der innovativen Darreichungsform als Granulat seine Wirkung besonders schnell. Zur Vorbereitung auf die nächste Wandertour gehört auch ein Blick in den Impfpass: „Gegen Tetanus sollte jeder geschützt sein“, rät Hein, „weitere Impfungen sind vom Wanderziel abhängig.“ | | |
Buchtipps:
Durch Bewegung zur Ruhe kommenWas eigentlich
widersprüchlich klingt, funktioniert in der Praxis ganz ausgezeichnet.
Wer wandern geht, findet durch die Balance von Ruhe und Bewegung zu
sich selbst und gewinnt Abstand vom Alltag. Wer sich auf den Berg wagt
und das Leben sozusagen aus der Vogelperspektive betrachtet, bekommt
den Kopf frei. Das Erleben der Natur wird bewusster und innere Ruhe
stellt sich ein. |
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Buchtipps:
Aber auch in
Deutschland ist meditatives Wandern in der Gruppe möglich. So bietet
etwa der kleine Allgäuer Ort Fischen (www.fischen.de) begleitete
"Meditative Wanderungen in Gottes Natur" rund um die Gemeinde an. Ziel
ist es, die Natur mit allen Sinnen zu erspüren, sich wohl zu fühlen und
ungeahnte Kräfte in sich selbst zu erwecken. Die Gäste sollen dabei
gleich ein Werkzeug für die "Zeit danach" bekommen, um auch im Alltag
mehr Gelassenheit und innere Freude zu erleben. Wer mitmachen will,
kann sich im Gästeservice Fischen anmelden (persönlich oder telefonisch
unter 08326-3646-0). Für Gäste aus den Hörnerdörfern ist die Wanderung
kostenlos.
Buchtipps:Genusswandern und meditieren im Allgäu
Fischen ist eine besonders bei Genusswanderern bekannte
Gemeinde. Hier finden Wanderfreunde ein umfangreiches Netz an einfachen
Wegen auf einer gesunden Höhe von 700 bis circa 900 Metern. Die meisten
Routen eignen sich auch für wenig trainierte Menschen. Der Ort ist
zudem ein Vorreiter beim heilklimatischen Wandern. Denn dort gibt es
nicht nur das notwendige Heilklima, sondern auch besonders viele
Sonnenstunden - rund 1.800 pro Jahr.
(djd/pt)
Meditatives Wandern macht den Kopf und die Seele frei.
Foto: djd/Gästeservice Fischen