Ein wenig Zuwendung und viel AnspornWie man Schmerzgeplagten am besten hilftZuwendung – wichtiges Element aktiver Schmerzbewältigung(djd/pt). Wenn der Partner oder ein Freund Schmerzen hat, fühlt man selbst mit. Doch Zuwendung und Einfühlungsvermögen sind nur bis zu einem gewissen Grad hilfreich. Forschungsarbeiten zeigen, dass die Anwesenheit einer nahe stehenden Person das Schmerzverhalten verstärken kann, wenn Schmerzen zu einem Teil der Alltagskommunikation werden. Andererseits ist die Zuwendung ein wichtiges Element des sozialen Netzwerkes. Ein freundliches Wort oder eine liebevolle Umarmung lenken den Betroffenen ab und fördern die Ausschüttung von Glückshormonen. Durch das richtige Verhalten können Freunde oder Partner also eine aktive Schmerzbewältigung fördern.
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Am Alltag teilnehmen
Professor Dr. Harald Traue, Sektion Medizinische Psychologie an der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm, appelliert deshalb an Partner oder andere Bezugspersonen, die Betroffenen immer wieder zu ermuntern, aktiv am Alltag teilzunehmen, um wieder neue Lebensqualität zu erhalten (weitere Informationen unter www.gegen-alltagsschmerz.de). Gerade bei wiederkehrenden und chronischen Schmerzen ist allerdings darauf zu achten, nicht so sehr den Schmerzen und den Äußerungen darüber Aufmerksamkeit zu schenken, sondern der betroffenen Person selbst. "Es macht beispielsweise keinen Sinn, sich bei einem Spaziergang über Schmerzen zu unterhalten. Sinnvoll ist vielmehr, gemeinsam auf das zu achten, was man sieht", erklärt Professor Traue.
Vorbeugen ist wichtigDurch immer wiederkehrende Reize können sich Alltagsschmerzen wie Kopf-, Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen so im Nervensystem manifestieren, dass sie chronisch werden. Um dies zu verhindern, sollte man sie bereits im Akutstadium ernst nehmen und rasch lindern. Verträgliche Schmerzmittel wie Aspirin aktivieren die Abwehrmechanismen und hemmen Entzündungen. Beste Vorbeugung ist ein ausgewogener, aktiver Lebensstil. "Ganz entscheidend sind sportliche Aktivitäten mit einer Mischung aus Dehnung, Muskelstärkung und Entspannung", so Professor Traue, "die Muskulatur sollte systematisch durch gymnastische Übungen in Schwung gehalten werden." |
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