Kalte Jahreszeit – Erkältungszeit

"Der Husten geht gar nicht mehr weg"

Keuchhusten ist unter Senioren auf dem Vormarsch

(djd/pt). Woran liegt es eigentlich, dass Erkältungen jetzt im Herbst häufiger auftreten als in der warmen Jahreszeit? Jedenfalls meist nicht daran, dass man sich zu lange im Kalten aufgehalten hat, wie der Name Erkältung dies nahelegen würde. Die Begründung ist eher darin zu suchen, dass sich gerade Senioren mehr in geschlossenen und geheizten Räumen aufhalten. Dort herrschen ideale Bedingungen für die Erkältungsviren. Sie werden beispielsweise durch Anhusten übertragen oder durch das Berühren eines Gegenstandes, mit dem zuvor ein Erkrankter Kontakt hatte. Auch wenn die Erkältung harmloser ist als eine echte Grippe – lästig sind die Symptome allemal.
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Mit der Nase fängt es an

Die ersten Vorboten einer Erkältung machen sich meist in der Nase bemerkbar: Es juckt, brennt oder kribbelt, nicht lange danach folgen ein wässriger Schnupfen und ein verstärkter Niesreiz. Nun drohen häufig zusätzliche bakterielle Infektionen, die sich mit Symptomen wie leichten Schluckbeschwerden, Husten, Kopfschmerzen oder einem Kratzen im Hals bemerkbar machen. Hinzu kommen Fieber oder eine erhöhte Temperatur und schlechter Allgemeinzustand, der sich in Frösteln, Unwohlsein oder Abgeschlagenheit äußert. In der Regel sollte eine Erkältung nach spätestens zehn Tagen überstanden sein. Wer länger an einem quälenden Husten leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

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Ist es vielleicht Keuchhusten?

Die Zeiten, in denen Keuchhusten als reine Kinderkrankheit galt, sind lange vorbei. Experten schätzen, dass Jahr für Jahr allein in Deutschland 110.000 Erwachsene an Keuchhusten erkranken. Besonders gefährlich ist die Erkrankung, wenn man im persönlichen Umfeld mit Neugeborenen zu tun hat.

      



Praxisgebühr wird nicht fällig

Nicht umsonst empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) die Keuchhusten-Auffrischimpfung für alle Personen, die Kontakt zu Säuglingen haben, also beispielsweise Eltern, Großeltern (Senioren), Tagesmütter oder Babysitter (Informationen: www.impfenaktuell.de). Kosten sind nicht zu befürchten: Die Impfung zahlt die Krankenkasse, auch eine Praxisgebühr wird nicht fällig.

   

           Wer seine Enkel schützen will, sollte sich           rechtzeitig impfen lassen.
Foto: djd/Sanofi pasteur MSD