Zahntod durch Diabetes

Die Zuckerkrankheit macht anfälliger für bakterielle Infektionen

(djd). Wer Diabetes hat, sollte besonders gut auf die Gesundheit seiner Zähne achten. Denn die Zuckerkrankheit führt zu einer größeren Anfälligkeit gegenüber bakteriellen Infektionen. Das betrifft auch solche im Mund, der reichlich von mikroskopisch kleinen Bakterien besiedelt wird. Sie fühlen sich in der feuchtwarmen Mundhöhle besonders wohl. Bis zu 700 verschiedene Arten tummeln sich dort. Einige von ihnen können Zahnfleisch und Zähne schädigen - insbesondere dann, wenn die Zahnbürste nicht regelmäßig zum Einsatz kommt.

So stirbt ein Zahn

Werden schädliche Keime von den Bürsten nicht hinweggefegt, vermehren sie sich in den Zahnbelägen munter weiter. Vor allem wenn sich die Beläge zu Zahnstein verhärten, ist Gefahr im Verzug, denn auf diesen harten Ablagerungen siedeln die Bakterien praktisch rund um die Uhr. Von dort wandern die giftigen Stoffwechselprodukte weiter ins Zahnfleisch und dringen in das Bindegewebe ein, das sich mit einer Entzündung dagegen wehrt.  Wenn der Entzündungsvorgang nicht gestoppt wird und die Taschen immer tiefer werden, bildet sich das Zahnfleisch langsam zurück. Auch_dunkelbrauner bis schwarzer Zahnstein, der unter dem Zahnfleischrand sitzt, kann jetzt sichtbar werden. Zuletzt weitet sich die Entzündung bis zum zahntragenden Kieferknochen aus. Knochensubstanz geht verloren, schließlich verliert der Zahn seinen Halt und fällt aus.

Parodontitis bei Diabetikern

Bei Diabetikern verläuft eine Parodontitis, also die beschriebene Entzündung des Zahnhalteapparates, schneller und heftiger. Umgekehrt kann eine nicht erkannte oder nicht behandelte Parodontitis den Schweregrad und die Einstellbarkeit des Diabetes beeinflussen. Daher ist eine regelmäßige Mundhygiene für Zuckerkranke besonders wichtig. "Die Zahnpasta sollte spezielle plaque- und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch fördern", empfiehlt Dr. Ruth Hinrichs, Expertin der meridol Forschung. "In Ergänzung zum täglichen Zähneputzen bietet sich eine alkoholfreie Mundspül-Lösung auf Basis von Aminfluorid und Zinnfluorid an. Sie wirkt dauerhaft gegen Bakterien, ohne aber die Mundflora aus dem Gleichgewicht zu bringen." Unter www.zahngesundheit-aktuell.de/zahnfleischtest können Internet-Nutzer überprüfen, wie es um ihr eigenes Zahnfleisch bestellt ist.


      
 


Teetrinker haben gut lachen, denn die Inhaltsstoffe von Tee schützen die Zähne vor Karies.

Foto: djd/proDente